• Daniel Zürcher

Wie funktioniert die Alt-Glassammlung einfach und nachhaltig!

Aktualisiert: Juni 12


Farbtrennung ist wichtig und richtig!


1. Nach Farben trennen ist wichtig

Vor allem bei braunen und weissen Glasverpackungen werden keine Fremdfarben toleriert – sie mindern die Qualität. Grünes Glas ist etwas weniger heikel. Deshalb gehören unklare Farbtöne sowie rote oder blaue Flaschen zum Grünglas. Farbgemischt gesammelte Scherben können zu Schaumglasschotter oder zu Flaschen in besonderen Grüntönen verarbeitet werden.


2. Getrennt gesammelte Scherben werden NICHT zusammengeschüttet!

Die Container mit separaten Einwurflöchern für grünes, weisses und braunes Glas werden mit speziellen Lastwagen eingesammelt, deren Ladefläche in drei Farbkompartimente aufgeteilt ist. Sie werden nicht zusammengeschüttet, wie oft vermutet wird.


3. Aus Scherben werden wieder Flaschen

Glas lässt sich immer wieder einschmelzen – ohne Qualitätsverlust. Altglas ist deshalb ein wertvoller Rohstoff für die Produktion von neuen Glasverpackungen. Durch die Verwendung von Altglas sinkt der Energiebedarf für die Glasproduktion um bis zu 25 %.

Ein zweiter Verwertungsweg für die Scherben ist die Herstellung von Schaumglasschotter, der als hochwertiges Dämmmaterial in der Bauindustrie verwendet wird.



4. Altglas ist in der Kehrichtverbrennung NICHT willkommen!

Altglas hat im Hauskehricht nichts verloren, da es damit einem sinnvollen Recycling entzogen wird und zudem weder brennt noch stofflich zerkleinert wird.

Die Temperatur im Kehrichtofen beträgt zwischen 700 und 1’000 °C, Glas schmilzt aber erst bei rund 1’600 °C. Das Altglas stört zwar die Verbrennung des Abfalls nicht. Das anschliessende Deponieren mit der Kehrichtschlacke ist aber sinnlos und teuer.

Das weitverbreitete Ammenmärchen, der Kehrichtofen brauche Altglas, ist somit falsch.



5. Fremdstoffe verteuern das Recycling und führen zu unbrauchbaren Produkten

Das in der Schweiz gesammelte Altglas enthält zwischen 4 % und 7 % unerwünschte Fremdstoffe. Sie müssen in aufwendiger Handarbeit und in zahlreichen Aufbereitungsschritten aus den Altglasscherben aussortiert werden. Diese Verschmutzung des Altglases verteuert das Glasrecycling unnötig. Darüber hinaus lassen sich gewisse Fremdstoffe nicht vollständig entfernen und stören die Neuglasproduktion: Kleinste Keramikteile von Essgeschirr führen zu Ausschussware (Schmelzpunkt Keramik: über 2’500 °C, Schmelzpunkt Altglas: rund 1’600 °C).

Trinkgläser und Blumenvasen, vor allem Kristallgläser, haben einen erhöhten Bleigehalt. Dieser ist aus gesundheitlichen Gründen in Glasverpackungen gesetzlich streng limitiert. Fensterglas hat eine andere chemische Zusammensetzung und höhere Schmelztemperaturen und kann deshalb nicht mit Verpackungsglas verarbeitet werden.



Zusammenfassung


JA gerne:

- In die Glassammlung gehören Wein- und Getränkeflaschen, Öl- und Essigflaschen, Konfitüren-, Gurken- und Joghurtgläser.

- Strikt nach den Farben Weiss, Braun und Grün trennen. Alle anderen Farben ins grüne Loch werfen.

- Deckel und Verschlüsse entfernen, Papieretiketten dranlassen.

- Lebensmittelgläser aus Hygienegründen bitte unbedingt ausspülen.


NEIN danke:

- Fensterglas und Spiegel gehören in die Schuttmulde.

- Trinkgläser, Glasteller oder Vasen sind oft bleihaltig und gehören in die Schuttmulde.

- Keramik, Porzellan und Ton (Tassen, Teller, Töpfe etc.) gehören in die Schuttmulde.

- PET-Flaschen gehören in die PET-Sammlung.

- Abfälle gehören in den Hauskehricht.



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